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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 21,70 € |
21,60 € |
+0,10 € |
+0,46 % |
23.04/13:10 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE000A0S8488 |
A0S848 |
- € |
- € |
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HHLA kaufen 13.08.2009
SRH AlsterResearch
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, stuft die Aktie der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) (ISIN DE000A0S8488 / WKN A0S848) mit "kaufen" ein.
Eine Umsatzgrößenordnung von 1 Mrd. EUR für das Gesamtjahr beschreibe das HHLA-Management als anspruchsvoll. Diese Plangröße würde einem Rückgang von 25% gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Die Anlagenkapazität sei im ersten Halbjahr gerade zu 60% ausgelastet gewesen, der Einbruch gegenüber der Vollauslastung der Vorjahre sei evident. Doch die Gründe seien temporärer Natur.
Die Wettbewerbsposition der HHLA-Terminals, teils geographisch vorbestimmt, in noch höherem Maße beruhend auf dem Leistungsvermögen hinsichtlich Tempo und Zuverlässigkeit, sehe man nicht gefährdet. Rezession sei eine Ausnahmesituation. Es erwachse daraus kein langfristiger Trend. Ein strukturelles Problem des Unternehmens erkenne man nicht.
Das für Q2 vermeldete Volumen des Containerumschlags habe mit 1,172 Mio. TEU (TEU: Einheit Standardcontainer) nochmals 6% unterhalb des im unmittelbaren Vorquartal Q1 erreichten Niveaus gelegen. Dazu habe insbesondere der Rückgang der Feederdienste (Weitertransport auf Küstenmotorschiffen) geführt. Das Volumen bei Übersee-Containern (Gateway Im- und Export), dem aufgrund hoher Margen die Vertriebsanstrengung des Managements gelte, sei in Q2 gegenüber Q1 angestiegen. Der Umsatzausweis für das Containersegment und für den Teilkonzern Hafenlogistik habe jeweils oberhalb der Analystenprognose gelegen (berichtet für Hafenlogistik: 237 Mio. EUR; Prognose: 233 Mio. EUR).
Fortschritte beim Zurückführen des Betriebsaufwands (OPEX) hätten die Analystenerwartungen erfüllt. Das mit 63 Mio. berichtete EBITDA habe ihre Schätzung (57 Mio. EUR) übertroffen. Ihre Prognosezahlen hätten den Veräußerungsverlust aus der Abgabe von combisped und eine Wertberichtigung auf den Container Terminal Lübeck ausdrücklich nicht mit einbezogen. Die Sonderbelastung sei mit 10,6 Mio. angegeben worden (Bilanzausweis Stichtag 2008: 17,4 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis (EBIT) unter Herausrechnung der buchhalterischen Einmalbelastung habe die Analystenprognose ebenfalls um gut 6 Mio. EUR übertroffen.
Der Hamburger Hafen werde die aktuelle Situation überwinden. Für die fundamentale Bewertung der Aktie folge daraus ein niedrigeres Gewicht kurzfristiger Aspekte. Die mittel- und langfristige Perspektive erwarte man von deutlich zweistelligen Wachstumsraten geprägt. Die Verzögerung der Genehmigungen für die Elbvertiefung um zwölf Monate bringe Hamburger Hafenbetreiber derzeit in eine schwächere Position bei Kontraktverhandlungen mit den Linienreedereien. Zwangsläufig werde dies vom HHLA-Management beklagt. Daraus ein verändertes Prognoseszenario oder einen Bewertungseffekt abzuleiten, halte man für überzogen.
Das Kursziel für die HHLA-Aktie belasse man bei 35 EUR. Ergebnismultiplikatoren zu 2009 würden dabei weiterhin außer Acht bleiben. Auf Basis der Analystenprognosen für 2010 und ihrer Kurszielformulierung ergebe sich ein Ziel-KGV bei 21.
Angesichts kurzer Halbwertszeiten von Prognoseannahmen beziehe man in die Bewertungsüberlegung stärker den DCF-Ansatz ein, der für den Aktienkurs auf ein Potenzial bei 44 hindeute. Die Bewertungsvorstellungen der Analysten würden ambitioniert wirken. Doch einerseits sei die HHLA-Aktie als Infrastrukturtitel insoweit abgesichert, als die Unternehmensleistungen nur für einen eng begrenzten Zeitraum umgangen werden könnten. Andererseits stufe man den Titel weiterhin als ausgesprochenen Wachstumswert ein.
Das Anlageurteil der Analysten von SRH AlsterResearch für die HHLA-Aktie lautet "kaufen". (Analyse vom 13.08.2009) (13.08.2009/ac/a/d)
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